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Aufs Waldschaf gekommen

Für unsere zum Teil sehr hanglagige Streuobstwiese suchten wir nach einem schonenden Weidetier und entdeckten bald, dass Schafe dafür am geeignetsten sein würden. Die Ziegen kämen dafür nicht in Frage, da sie liebend gerne Bäume anfressen. Zuchttiere sollten es sein, unkompliziert und für unser winterlich raues Bergklima geeignet. Außerdem war es uns wichtig, einen Beitrag zur Biodiversität zu leisten und entschieden uns sehr schnell für eine gefährdete Haustierrasse. Das Waldschaf mit seinen fast waagrecht abstehenden Ohren und dem lockigen Fell gefiel besonders gut, vor allem auch wegen seiner vielen positiven Eigenschaften (leichtfuttrig, wetterhart, krankheitsunanfällig, leichtlammig). Außerdem machte uns die hoch angepriesene Fleischqualität neugierig. Kaum verständlich, dass das Waldschaf zu den stark gefährdeten Nutztierrassen gezählt werden muss.



Die besonderen Qualitäten
des Waldschafes

• anspruchslos, witterungsunempfindlich
• beste Grundfutterverwertung
• asaisonal
• leichtlammig
• sehr gute Muttereigenschaften
• hohe Aufzuchtrate dank guter Milchleistung
• hohe Fruchtbarkeit
• sehr gute Fleischqualität
• ruhiger Charakter
• unanfällig für Parasiten und typische Schafkrankheiten
• gesunde Klauen, gesunde Euter

Das Waldschaf ist bestens geeignet für extensive Haltungsformen in klimatisch rauen Mittelgebirgsregionen. Schlachtlämmer erreichen ohne Kraftfuttergabe beachtliche 180 bis 200 Gramm Tageszunahme.



Frisch geschoren auf der Weidebeim grasen

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Unsere Zucht

Wir sind Mitglied des Steirischen Schafzuchtverbandes und der ARGE Generhaltungszucht Waldschaf. Für unsere Mutterschafherde werden über das zentrale Abstammungsbuch passende, zum Kauf stehende Widder vorgeschlagen. Wir suchen einen aus und schon geht’s los.

Derzeit haben wir sieben Mutterschafe (sechs weiße, ein pechschwarzes) und einen Widder – teils behornt, teils unbehornt. Die Herde hat das Jahr über großzügigen Auslauf und holt sich von Frühling bis Herbst das Futter selbst von der Weide. Der Offenfrontstall gewährleistet artgerechte Haltungsbedingungen. Die Lämmer werden als Zucht- und Schlachtlämmer abgesetzt.

Wir sehen unser Zuchtziel entsprechend jenem des Generhaltungsprogrammes, nämlich die enorme genetische Streubreite dieser züchterisch nie bearbeiteten Rasse zu erhalten. Kurz gesagt: Das Waldschaf darf Waldschaf sein, ganz so wie es die Natur vorsieht.

Rassebeschreibung

Das Waldschaf ist klein bis mittelgroß und hat meist weiße Fellfarbe - allerdings kommen auch schwarze, gescheckte, graue oder braune Tiere vor. Kennzeichen sind die fast waagrecht abstehenden Ohren und der lange bewollte Schwanz. Unbewollte Körperteile können eine Pigmentierung aufweisen. Waldschafwolle ist eine Mischwolle mit vergleichsweise hohem Anteil an feinen Wollfasern. Böcke können eine leichte Ramsnase haben, während weibliche Tiere über einen geraden Nasenrücken verfügen.

Zuchtgeschichte

Das Waldschaf ist ein direkter Nachfolger des im 19. Jahrhundert im gesamten Alpenraum verbreiteten Zaupelschafes. Ende der 1980er Jahre begab man sich in Bayern auf die Suche nach Restbeständen. Rund zehn Jahre später konnten auch in Österreich noch gerade mal eine Hand voll Waldschafe aufgefunden werden, sodass man einen Gesamtbestand von nur ca. 100 Tieren am Beginn der Erhaltungsmaßnahmen verzeichnen konnte. Das Waldschaf wurde als eigene Rasse anerkannt und ein zentrales Abstammungsbuch wurde eingerichtet, um die Gefahr der Inzucht in den Griff zu bekommen. Seit 2001 ist das Waldschaf über das österreichische Förderprogramm ÖPUL förderfähig, Voraussetzung ist das Einhalten der Bestimmungen des Generhaltungsprogrammes. Um das Waldschaf vor dem Verschwinden zu retten, war es zudem notwendig die übliche Zuchtauswahl über Körungen und Leistungsbewertungen auszusetzen, denn dieser Selektionsdruck gefährdete den Bestand zusätzlich. Lediglich Erbfehler und Phänotyp werden bei Zuchttieren begutachtet. Intensive Selektion ist nicht wünschenswert. Ab 2003 konnte erstmals von einer leichten Entschärfung der Situation gesprochen werden. Mittlerweile ist der Herdbuchbestand auf über 840 Tiere angestiegen – die Tendenz weist erfreulicher Weise nach oben.

| Am Froihof | 8654 Fischbach 82 | froihof@hotmail.com | Kontrollstelle Bios: AT-0-01-Bio, Bio Austria: St-3794 |